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| Das Dorf Barchfeld ist ein sehr
altes Dorf an der Werra östlich von Salzungen gelegen.
Bereits 933 wurde der Ort urkundlich erwähnt. Die Besitzer
wechselten häufig, so daß 1521 sogar der Ort zwischen
Hennebergern und Hessen geteilt wurde. |
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Die Pfarrkirche ist eine Saalkirche aus dem Jahr 1752 aus
Bruchsteinen mit Eckquaderung und wurde an der Stelle einer
älteren Kirche errichtet, die durch einen Brand vernichtet
wurde, der durch das Glockengießen vor der Kirche entstand
(1749). Diesem Brand fielen damals viele Häuser des Dorfes
zum Opfer.
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Dieser Flächenbrand
breitete sich entlang der Langen Straße aus und verschonte
wie durch ein Wunder die Mühle des Adam Ebert, der als
Dank die Kanzel des Dorfes spendete. Sie trägt das hessische
Wappen und die Jahreszahl 1754.
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| Sehr interessant ist die Turmuhr und ihre Geschichte.
Bereits im Jahre 1789 wurde sie in Kaltensundheim von einem
Uhrmacher namens Hiromus Höfling gefertigt. Das gesamte
Uhrwerk ist Handarbeit und alle seine Teile sind aus Schmiedeeisen
gearbeitet. Ab dem Jahre 1850 übernahm ein ansässiger
Schlosser die Wartung und Pflege. Auch heute noch muß
das Werk täglich aufgezogen werden. Dazu müssen
die fast 8 Zentner schweren Gewichtssteine 8 Meter hinaufgezogen
werden. Diese Arbeit bewältigt heute ein älterer
Herr der Kirchgemeinde mit Liebe und Hingabe. |
Neben dem alten Uhrwerk verdienen
auch die Glocken eine besondere Beachtung, lösten ihre
Vorgängerinnen doch den folgenschweren Dorfbrand aus.
Die älteste der drei Glocken ist aus Bronze gegossen
und stammt noch aus dem Jahr 1753. Sie trägt die lateinische
Aufschrift: "Gott dem Höchsten sei Ehre, Lob und
Preis".
Die beiden anderen Glocken sind aus minderewertigem Eisenguß,
da ihre Vorgänger im I. und II. Weltkrieg eingeschmolzen
wurden (1917 und 1942). Die bronzene mittlere Glocke entging
diesem Schicksal, da sie für eine Abnahme zu schwer war.
Zum Glück befürchtete man damals Schäden am
Gebäude. |
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Eines der wenigen Dinge, die aus
der alten Kirche noch erhalten sind, ist diese Geldtruhe mit
ihren mittelalterlichen Beschlägen und Schlössern.
In einer Vitrine auf der Landgrafenempore kann man Ausgrabungs-gegenstände
bewundern. |
Einst zierten Barchfeld zwei Schlösser: Das Landgräfliche
Schloss und das Steinsche Schloss. Das letztere ist ein zweigeschossiger
Rechteckbau von 1571 mit einer Freitreppe. Sie führt
zu einem Eingangsportal mit dem Allianzwappen derer von Stein
/ von Ebern.
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Es steht auf den Fundamenten einer
ehemalige Wasserburg. In seinem Erdgeschoß befindet
sich ein Verließ, worin in den Jahren von 1566 bis 1579
ein Augsburger Steinmetz eingekerkert gewesen sein soll. Die
Wände bearbeitete er mit Nägeln und anderen primitiven
Werkzeugen und hinterließ eine Vielzahl von Reliefs
mit weltlichen und religiösen Szenen.
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