Über dem herrlichen Mäander der Werra bei Lauchröden erhebt sich eine der "umfangreichsten und malerischsten Burgruinen" (Georg Dehio) Thüringens. Diese einst stattliche Feste lag dereinst an einem strategisch günstigen Platz. Dies wird jedem klar, der von ihren Mauern in das breite Werratal schaut. Von hier beherrschte man das gesamte Tal und somit die Straßen von und nach Eisenach, bzw. den Beginn des Rennsteiges.
Der Ursprung der Burg liegt noch immer im Dunkeln. Der Sage nach geht der Burgname auf von Hirten abgebrannte Waldstücke zurück, die der Höhe den Namen "Brandeberch" gegeben haben. Die heute noch sichtbaren Ruinen scheinen aber nicht zu der ersten Bebauung zu gehören, Zeitangaben vor 900 sind aber wohl eher spekulativ. Die erste urkundliche Erwähnung findet die Burg 1144 in Verbindung mit dem Bau einer Kapelle in Lauchröden. Somit mag die Erbauungszeit der imposanten Doppelburg in das 12.Jh. fallen.
Die beiden Burganlagen waren durch tiefe Gräben und Felsen voneinander getrennt.

Zu den ältesten Bauteilen scheinen wegen ihrer sorgfältigen Bauausführung der runde Bergfried der westlichen Burg und der sechseckige Turm der östlichen Burg zu zählen.

Die östliche, hintere Burg ist die besser erhaltene Anlage. Hier stehen noch ein viereckiger und ein sechseckiger Turm, Teile der Befestigungsanlage und zahlreiche andere Gebäuderreste. Von der Vorderburg sieht man einen Rundturm und Reste der Mauer.

Die Burg verfiel seit dem Dreißigjährigen Krieg und die Bewohner der umliegenden Dörfer benutzten die Ruine als Steinbruch für eigene Hausbauten.

Heute kümmert sich ein rühriger Geschichtsverein um die Burg. Viele freiwillige Helfer sind in der Freizeit tätig, um die Burganlage vor weiterem Verfall zu schützen.
Wenn Sie als Besucher einmal auf der Burg verweilen, so sollten Sie auch daran denken, die Arbeit des "Brandenburgvereins" durch eine kleine Geldspende zu unterstützen...