Vor den Toren der Stadt überspannt eine uralte Steinbrücke in sieben Bögen die Werra. Erbauen leiß sie Landgraf Ludwig IV.. Sie wurde einstmals durch einen Turm (gegenüber der Kapelle) gesichert und war durch Mauern mit der Stadt verbunden.

Im Hochmittelalter hing an ihr der "Gack", ein Käfig den man nach unten öffnen konnte und der der Bestrafung von Felddieben diente.
In den Jahren 1797 und 1907 wurde die Brücke restauriert. In den Wirren der letzten Kriegstage wurde sie am 1.April 1945 gegen 17 Uhr von deutschen Soldaten gesprengt. Zu Zeiten der DDR wieder aufgebaut und nach der Wende restauriert erstrahlt sie heute wieder in altem Glanz.

Gleichsam als Wächter auf der stadtabgewandten Seite der Brücke und mit ihr eine Idylle bildend erhebt sich eine kleine Kapelle, die dem Hl. Liborius geweiht ist. Sie wurde 1499 an der Stelle einer alten Wallfahrtskapelle errichtet. In ihr wurde 1523 die erste evangelische Predigt Creuzburgs gehalten.
Das spitzbogige Portal mit seinem Bogen aus stabförmigen Profilen lädt zum Betreten ein.
Im Inneren der Kapelle gefallen vor allem die Masswerke der Fenster in Fisch-blasenform und die schönen Gewölbe.
Diese Netzgewölbe haben keine Kapitelle und ruhen auf schlanken Wandsäulen. Die Gewölberippen stossen in drei Schlusssteinen aneinander.
Die Kapelle ist mit Fresken aus dem Jahr 1520 ausgemalt und zeigen Szenen aus dem Leben der Heiligen Elisabeth und Passionsszenen.
Unweit der Brücke findet man ein sagenumwobenes gotisches Steinkreuz mit einem eingeritzten Messer.