Aus welcher Richtung man sich auch immer dem Dorf nähert, der Kirchberg über dem Dorf erscheint dem Betrachter wie eine kleine Burg ohne Türme, dafür aber mit einer wirklich imposanten Mauer.

Sie umgibt die kleine Wehrkirche wie eine Burgmauer, an den höchsten Stellen ragt sie bis 4 Meter empor. An manchen Stellen sind noch heute Schiessscharten erkennbar.

Durch ein breites Tor, welches durch einen weiten Rundbogen überwölbt ist, betritt man das Innere der Umfriedung. Ursprünglich war das Tor durch einen Torturm gesichert, der aber wahrscheinlich bei dem Umbau der Kirche 1745 abgetragen wurde.

Die alten steinernen Angeln für die Torflügel im Inneren sind noch zu erwähnen.

Der älteste Teil der Kirche ist zweifellos der Turm. An seiner Aussenseite findet man diesen Stein:
Anno dm MCCCCCV. Er weist also das Baujahr 1505 aus.
Die drei schönen gotischen Fenster scheinen ebenfalls aus dieser Zeit zu stammen.
Im Turm befindet sich der Altarraum, dessen altes Kreuzgewölbe jedoch durch ein hölzernes Tonnengewölbe ersetzt wurde. Auch der spitzbogige Triumphbogen scheint erst später hineingebrochen worden zu sein, seine grosse Weite und das Fehlen der Kämpfersteine weisen auf eine spätere Bauzeit hin.
Im Chorraum befindet sich hinter dem Altar eine spätgotische Sacramentsnische. Sie wird durch einen gotischen Kielbogen bekrönt, welcher innen mit gotischen Nasen besetzt ist und hat außen eine rechteckige Steineinfassung.
Die steinerne Kanzel ist im Renaissancestil ausgeführt und ruht auf einem vierkantigen Pfeiler.

Der Hauptraum der Kirche stammt in seiner jetzigen Form aus dem Jahr 1745. Über zweigeschossigen hölzernen Emporen befindet sich ein hölzernes Tonnengewölbe.
Zur Zeit werden Kirche und auch die Wehrmauer mit hohem Aufwand restauriert.

Vom Kirchberg bietet sich ein schöner Ausblick über das Suhltal und das Dorf. Jenes wurde 1373 erstmalig urkundlich erwähnt. Es war im Besitz der Frankensteiner und später der Henneberger. Im Dreißigjährigen Krieg hatten die Ettenhäuser schwer zu leiden, von 44 Höfen überstanden nur 7 den Krieg.
Ettenhausen gehörte bis 1879 zum Amt Krayenburg, bzw. dem Tiefenorter Amt.