Folgt man dem Lauf der Suhl von Wünschensuhl aus, so gelangt man schon recht bald nach Fernbreitenbach, einem schönen und ruhigen Fachwerkdorf. Die Besitzer der Häuser haben die Schönheit des Fachwerks über die vielen Jahre hinweg erhalten. So findet man heute in diesem Dorf sehr schöne Beispiele für die Kunst der Handwerker unserer Gegend.
Das Dorf wurde wie auch Wünschensuhl erstmals 1330 urkundlich erwähnt, als es von den Frankensteinern an die Henneberger verkauft wurde. In den Urkunden wird es als Oberbreitenbach (Obirn breytenbach), Großbreitenbach oder Dorfbreitenbach genannt.
Die Kirche Liegt inmitten von Häusern und ist nur über einen schmalen Zugang zu erreichen. Der Hauptraum der Chorturmkirche wurde 1698 errichtet, das steinerne Turmerdgeschoss scheint jedoch um einiges älter zu sein (Mitte 15.Jh.?). Der Turm steht im Osten und trägt einen Aufbau aus Fachwerk mit einer Schweifkuppel und Laterne.
An jeder der drei Außenseiten des Altarraumes im Turm befindet sich ein spitzbogiges Fenster. Das nördliche Fenster ist außen von Rundstäben umrahmt, das östliche Fenster zeigt noch ein Masswerk aus Fischblasenmuster.
Der Hauptraum zeigt nach außen nur wenige Kunstformen, lediglich über den Türen zeigen sich die folgenden Inschriften:
Leider war die Kirche bei meinem Besuch verschlossen, so daß ich die Bilder und Erläuterungen zum Kircheninneren noch nachreichen werde.