Über Bad Salzungen thronte einst eine starke große Burg, nach der sich ein ganzes Adelsgeschlecht benannte: Frankenstein.
Doch seit langem schon ist von dieser Burg nichts mehr zu sehen, das Geschlecht der Frankensteiner lange ausgestorben. An Stelle der Burg errichtete man 1888 eine künstliche Ruine, um die sich heute ein Geschichtsverein kümmert. Von hier genießt man einen herrlichen Ausblick über Bad Salzungen und das Werratal. Eine Gaststätte lädt zu Speis und Trank und Abwechslung durch die umhegten Greifvögel. Ab und an lässt sich der Gastwirt auch zu interessanten Greifvogelschauen überreden.
Die Herren vom Frankenstein waren eine Seitenlinie der Grafen von Henneberg. Popp II. gilt als ihr Stammvater, seit 1137 benennen sich seine Nachfahren als "Frankensteiner".
Als solche lehnten sie sich an das Kloster Hersfeld an. Ihnen wurde unter anderem das Kloster Breitungen anvertraut, gegen das man sich aber Übergriffe leistete. Ab Mitte des 13. Jh. auf dem Höhepunkt seiner Macht, begannen die Frankensteiner Herren sich immer offener gegen Fulda als die stärkste Macht im in diesem Raum aufzulehnen. Damit mussten sie jedoch scheitern:
1265 wurde die Stammburg erstmals zerstört, Zerwürfnisse in der Familie beschleunigten den Niedergang. 1330 verkauften die Frankensteiner ihren weit reichenden Wildbann an die Henneberger und verschwanden auf immer aus Urkunden und der Geschichte...