Auf dem Platz, auf welchem heute die Kirche steht, befand sich früher der Friedhof der Stadt. erst später ist der Friedhof auf dem Gangolfiberg eingerichtet worden. Die katholische Kirche stammt aus der Zeit der Spätgotik. Viele Elemente weisen auf die Jahre um 1500 hin.
Der Turm an der Westseite ist der älteste Teil der Kirche und auch der höchste in der Gegend. Durch spätgotische Gesimse ist der Turm in fünf Geschosse unterteilt. Auf dem obersten Geschoß befindet sich eine Plattform, eine offene Galerie mit einem Geländer aus spätgotischen Maßwerk. Wasserspeier ragen an den Enden weit hervor, einer davon ist eine phantasievolle Tiergestalt. Auf dieser Plattform steht ein zweistöckiger Turmaufsatz aus Holzfachwerk, der von einer achteckigen Schweifkuppel bekrönt wird. Die Wetterfahne weist das Jahr 1876 aus.

Der untere Hauptraum des Turmes, den man durch einen hohen Spitzbogen betritt, ist mit einem Kreuzgewölbe bedeckt, der Schlusstein wurde als Rosette gestaltet. Dieses Gewölbe stammt mit einiger Sicherheit noch aus der Bauzeit des Turmes.

Der Hauptraum der Kirche zeigt sich dem Betrachter uneinheitlich: Dem Mittelschiff ist nur im Norden ein Seitenschiff beigegeben worden. Auch die weit nach außen vorspringenden Strebepfeiler lassen darauf schließen, daß man mit der Kirche noch weitreichendere Pläne hatte. Die hohen spitzbogigen Fenster mit steinernem Maßwerk stammen nicht aus dem 16. Jh., sondern wurden später ausgebrochen. Der älteste Teil dürfte die nördliche Eingangstür sein, umrahmt mit Hohlkehlen und Rundstäben.

Der runde Treppenturm an der Ostseite stammt aus dem 16.Jh.. Interessant ist die spitzbogige Tür mit Hohlkehlen und Rundstäben. Auf einer Inschriftentafel an einem Strebepfeiler der Ostseite kann man die Jahreszahl 1497 erkennen.

Im Hauptraum der Kirche findet man keinerlei architektonische Formen aus der Hauptbauzeit der Kirche. Eine flache Holzdecke bedeckt Haupt- und Seitenschiff. Die im gotischen Stil gearbeiteten Haupt- und Seitenaltäre stammen aus der zweiten Hälfte des 19.Jh..

Die barocke Kanzel (um 1700) ist zwischen Haupt- und Seitenschiff balkonartig an der Wand angebracht. Der Schalldeckel ist sehr flach und besteht aus einem stark gekröpften Gebälk. Der reich verzierte Taufstein (etwa 1530) zeigt gotisches Maßwerk, sechs Schilde, Frösche und einen Fisch. Einen ähnlich gestalteten Taufstein findet man in Berka/ Werra.
Alt (1600) sind die eingeschossigen, hölzernen Emporen gegenüber dem Hauptaltar. Aus dieser Zeit stammt auch der mit Hohlkehlen profilierte Steinpfeiler, welche das Seitenschiff vom Hauptschiff trennt. Er trägt die beiden Spitzbogen zwischen den beiden Schiffen. Sehr schön und reich verziert ist auch der Opferstock. Er trägt das Datum 1517 und eine längere Inschrift, die aber sehr schwer zu entziffern ist