Bad Liebenstein ist ein kleine Kurstadt unweit des Rennsteigs im Thüringer Wald mit einer alten Kurtradition. Sie bekam ihren Namen durch die Burg, zu dessen Füssen sie liegt. Ursprünglich bestand der Ort aus zwei Dörfern: Grumbach und Sauerborn.

Grumbach als der eigentliche Stammort war ursprünglich Besitz der Frankensteiner, ehe er 1330 an Henneberg verkauft und 1353 durch hennebergsche Heiratspolitik an Wettin überging. Diese belehnten die Herren von Stein, welche auf dem nahen Altenstein saßen, mit der Burg Liebenstein.

Einer dieser Herren von Stein war es auch, der die schon länger bekannte heilende Wirkung des "Sauerborns" zu nutzen wußte. Jener Hermann v. Stein (†1618) nämlich überzeugte seinen Lehnsherrn Herzog Johann Casimir von Coburg, zu einer Trinkkur nach Liebenstein zu kommen. Seither gilt er als der Begründer des Bades Liebenstein.

Seitdem wechselten viele Herrscher in Liebenstein einander ab, mit ihnen wechselte auch die Bedeutung der Kureinrichtung.

Einen ersten Aufschwung nahmen Ort und Kur unter Herzog Georg I., der vor allem als Bauherr den Ort und sein Umfeld nachhaltig gestaltete. Dieser Herrscher zog eine Reihe wichtiger Kurgäste in das Kurbad, die nach seinem frühen Tode leider ausblieben.

In der Mitte des 19. Jh. brachten neue Kurmethoden auch neue Kurgäste in das berühmte Bad. 1840 wurde eine Badeanstalt für Kaltwasserkuren und 1846 eine Molkekuranstalt errichtet.

Herzog Georg und Gattin Feodora waren in der 2. Hälfte des 19.Jh. die Förderer des Bades. Viele Kurbauten gehen auf ihre Initiative zurück: Trinkhalle und Feodorenhospital, Hotel "Bellevue" und die Villen "Feodora" und "Georg".