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| Der Marktflecken an der Suhl dürfte
das "Sulaha" sein, in dem Fulda bereits vor 900
Besitzungen hatte. Diese gaben es später an den Thüringer
Landgrafen weiter, der es 1306 an Ludwig v. Frankenstein
verkaufte. Doch schon 1317 musste dieser es an die Fuldaer
Äbte wieder abgeben. |
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1440 taucht dann erstmalig der
Name "Margtsula" in den Urkunden auf. Damals gehörte
es zu Altenstein. Der Ortsnamenszusatz
"Markt" weist auf die Bedeutung des Ortes im Suhltal
hin, der an der alten Heerstraße gelegen sicher schon
frühzeitig zum Marktflecken für die umliegenden
Orte avancierte. |
| Im 15. und 16. Jahrhundert wechselten
die Herren oft. Von Bedeutung für Marksuhl wurde Fürst
Johann Ernst. Nach der Absetzung seines Vaters Herzog Johann
Friedrich regierte er mit seinem Bruder Johann Casimir die
geteilten Länder. Als Freund der Jagd wählte er
das wald- und wildreiche Marksuhl als Residenz und ließ
sich hier 1587 ein Schloss
bauen. Dieses wurde 1591 fertig gestellt. Doch schon 1596
verlegte er seinen Sitz wieder nach Eisenach. |
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| Marksuhl wurde in den Folgejahren schwerer
als andere Dörfer der Umgegend durch Kriege heimgesucht.
Im Dreißigjährigen Krieg auf der Heerstraße
durchziehende Kroaten und Kaiserliche Truppen raubten, plünderten,
branden und mordeten. Die Bevölkerung suchte in Eisenach
oder im herrschaftlichen Schloss Schutz, doch oft vergebens.
Die Bevölkerungszahl sank in der Folge dramatisch,
Hunger und Pest taten ein übriges. Von 163 Häusern
waren noch 31 am Kriegsende bewohnbar, der Ort zählte
noch 44 Männer, Pferde und Vieh gab es so gut wie keines
mehr in den Ställen. |
Nur langsam konnte sich der Ort
wieder erholen. Nicht nur von der Landwirtschaft lebten
die Menschen damals, sondern man verdingte sich auch in
Aus- und Vorspanndiensten, um die schweren Fuhrwerke über
den Rennsteig zu ziehen.
Der Rückzug der Franzosen nach der verlorenen Völkerschlacht
von Leipzig 1813 brachte nochmals großes Leid über
die Bevölkerung. Von 850 Einwohnern starben 171, die
gesamte Gemeinde stand wiederum vor dem Nichts.
Schon früh besaß Marksuhl eine Kirche,
angeblich bereits um 1031 (Döbel). Doch nachgewiesen
ist das Jahr 1454 als Bauzeit des Turms. |
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Alle wichtigen Straßen treffen am Markt
aufeinander, wo auch heute noch wie einst eine Linde steht.
Doch bis 1825 soll hier eine der schönsten und mächtigsten
Dorflinden gestanden haben, mit weit ausladenden Ästen,
die durch dicke steinerne Säulen gestützt wurden.
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