Schon früh gab es in Marksuhl eine Kirche, wundersame Geschichten ranken sich um einen Priester aus "Sula", der durch ein Wunder von einer Krankheit geheilt wurde (um 1242). Doch dies sind nur Geschichten...

Der Turm jedoch wurde mit Sicherheit 1454 erbaut und 1653 sowie 1714 erneuert.
Auf das Alter des Turmes lassen vor allem die spitzbogigen Zwillingsfenster schließen
Das Äußere der Kirche präsentiert sich eher schmucklos, nur die Turmspitze mit den vier kleinen Eckpyramiden ("Juliusturm", s.a. Berka) bilden eine Art Schmuck.
Doch betritt man die Kirche, so wandelt sich das Bild. Die zweigeschossigen Emporen wie auch das Tonnengewölbe sind mit Kassetten bemalt und verziert. Die Orgel wurde im Stil des Rococco 1770 durch eine Kaltennordheimer Werkstatt ausgeführt.
Die Kirche wurde 1667 stark erweitert und im ländlichen Barockstil umgebaut.
Die hölzerne Kanzel ist reich mit Schnitzereien verziert und stammt wahrscheinlich aus der Bauzeit um 1667. Einstmals stand die Kanzel auf einer Statue des Moses, die sich heute im Eisenacher Museum befindet.
Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1588. Er zeigt Engelsköpfe und Löwenköpfe im Wechsel.
Durch einen spitzbogig gewölbten Triumphbogen gelangt man in den Chorraum. Ein schönes Kreuzgewölbe mit flach gekehlten Rippen trägt die Decke.
Der Schlussstein hat die Form einer spätgothischen Rose.
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