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| Oberellen ist das älteste Dorf im Eltetal.
Es liegt an der früher wichtigen Handelsstraße
("Hohe Straße") Erfurt- Eisenach - Berka
- Frankfurt. Bereits 1014 findet das Dorf in einer salischen
Urkunde Erwähnung. König Heinrich IV. nahm in "Ellenen"
1075 mit seinem Heer eine Rast auf dem Weg ins Sächsische.
Heute zählt es wegen seiner stilvollen Fachwerkarchitektur
zu einem der schönsten Dörfer Thüringens. |
| Besitzer des Dorfes waren zunächst
die Herren von Goldbach (b. Gotha). Sie schenkten den Ort
nebst Kapelle dem Kloster Reinhardsbrunn. Die Mönche
gestalteten diese zu einer Probstei um. Aus dieser Zeit stammt
wohl auch das Rundbogenportal an der Westseite der Kirche:
Das leider zerschlagene Relief im Tympanon zeigt Christus
als Weltenrichter, zu seinen Seiten Maria und Johannes den
Täufer. |
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Die Kirche steht auf einer leichten
Anhöhe und ist jüngeren Datums, wahrscheinlich aus
dem Jahre 1564, wie uns ein Stein an der Südseite erzählt.
Der massive Turm trägt eine barock anmutende Schweifkuppel.
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Bemerkenswert sind auch einige
Grabplatten am Westeingang, sie weisen auf die ehemaligen
Besitzer des Schlosses hin.
Denn der Kirche benachbart befinden sich die Obereller Schlösser.
Als Bauherr vermerken die Bücher den Herrn Lippold von
Hanstein. Seine Familie wurde von den Sachsen 1543 mit der
ehemaligen Probstei belehnt, nachdem im Gefolge des Bauernkrieges
die Besitzungen des Klosters säkularisiert wurden. |
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Die Herren von Hanstein
ließen in der Folge zwei Schlösser in Oberellen
errichten. Das grössere ist auf das Jahr 1594 zu datieren.
Sofort ins Auge fällt dem Betrachter der sechseckige
Treppenturm an der Westseite des Schlosses. Auf einem massiven
Untergeschoß sitzt ein Fachwerkgeschoß und trägt
gleich einer Haube den mächtigen "welschen"
Helm. Das Schloßgebäude selbst weist eine rechteckige
Grundform auf. Neben dem Turm befindet sich eine Pfeilerhalle,
einstmals ein Vorraum zu den dahinter liegenden Ställen.
In diesen befindet sich heute eine Gaststätte, der die
herrlichen Kreuzgewölbe ein herrliches Ambiente geben.
An der Nordwand des Westflügels befindet sich das Wappen
der Familie Hanstein aus dem Jahr 1594. |
| Doch Oberellen reizt nicht nur
wegen seiner Fachwerkarchitektur, auch dieUmgebung ist für
Wanderer sehr interessant: Zwischen dem Rennsteig und dem
Sallmannshäuser Rennsteig gelegen, bieten sich viele
Wanderziele an. Entlang der Elte gibt es bis nach Lauchröden
/ Werra oder bis nach Wilhelmsthal so einiges zu entdecken.
Und wer es bergiger mag, nimmt den alten Handelsweg über
den Clausberg nach Eisenach, oder zweigt schon vorher auf
dem Rennsteig in eine andere Richtung ab... |
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