Mitten durch Ruhla fließt
die „Ruhl“, ursprünglich Rula oder Rulaha
genannt. Es ist nicht nur ein kleiner Bach, der einstmals
(1321) dem Städtchen seinen Namen gab, sondern auch
eine mitten durch den Ort verlaufende ehemalige Landesgrenze.
Rechts des Erbstromes lagen seit 1640 die Gebiete des Herzogtums
Sachsen-Gotha und links die Ländereien des Herzogtums
Sachsen – Weimar (Eisenach). Der Gothasche Teil war
zudem noch in zwei Verwaltungsbereiche geteilt. Diese Grenzen
mitten durch den Ort brachten einige Anlässe für
Streitigkeiten mit sich; so auch um die Ruhlsche Kirche. |