Schon von Geisa aus kann man den Kirchturm von Schleid sehen, noch heute ist er das höchste Bauwerk weit und breit. Errichtet wurde die herrliche Barockkirche von 1743-46, Bauherr war der damalige Fuldaer Fürstabt Amandus von Buseck, wie auch das Wappen über dem Eingang besagt. Der untere Teil des Turms scheint vom Vorgängerbauwerk zu stammen, wie die Sakramentsnische von 1484 in der Sakristei beweist.

Die Hauptfront ist durch Pilaster gegliedert wie auch die Kirchen in Dermbach und Bremen. Der verwendete rote Sandstein steht dabei in schönem Kontrast zum weißen Kalkputz.

Links und rechts vom Eingangsportal stehen in Bogennischen Statuen. Sie zeigen Paulus und Petrus und wurden 1890 hier aufgestellt.

Der Hauptaltar befindet sich gegenüber dem Eingangsportal. Vier korintische Säulen aus Stuckmarmor fassen ein hohes Kruzifix ein, zu dessen Füßen Maria und Johannes stehen.


Ebenfalls aus der ehemaligen Kirche könnte der Taufstein stammen, der mit spätgotischem Maßwerk verziert ist und laut eingearbeiteter Inschrift aus dem Jahr 1529 stammt.

In das Innere des Turmes führt eine Tür hinter dem Hauptaltar. Dieser Raum, einstmals der Chorraum der alten Kirche, wird heute als Sakristei genutzt und birgt einen geschnitzten Altar aus dem Jahr um 1500. Dort befindet sich auch eine gotische Sakramentsnische mit in Sandstein gearbeiteten Pilastern und Maßwerk aus dem Jahr 1484.

Das Dorf wurde 1186 erstmals urkundlich erwähnt. Es zeigt uns noch heute schöne Beispiele alter bäuerlicher Baukunst.

Das Hoftor des ehemaligen Pfarrgebäudes von 1591 ist eines der wenigen Beispiele der Renaissance- Architektur in unserer Gegend.