Die Geschichte des Ortes ist auf das engste verknüpft mit dem hier über Jahrhunderte hinweg betriebenen Bergbau.

"Glücksbrunn" hieß seit 1706 die Hütte und der Ortsteil um das heutige Schloß, wo Kupferschiefer und Kobalt gewonnen und verarbeitet wurde. Doch dieser Bergbau ist schon viel älter, denn bereits seit dem Mittelalter (seit 1268) wurde am Hohlen Stein nach Erz gegraben.

Anfangs stand das Gewerk in Blute, doch gegen Ende des 18.Jh. ging der Gewinn stark zurück, mit allen Auswirkungen für die Beschäftigten. Neuen Aufschwung brachte die Idee eines neuen Besitzers der Hütte, als er eine Kammgarnspinnerei gegenüber dem Glücksbrunner Schloß ansiedelte.

1824 errichtet war sie die erste mechanische Kammgarnspinnerei Deutschlands. Die heute noch erhaltenen Gebäude stellen ein bemerkenswertes Baudenkmal des beginnenden Industriezeitalters dar.
Natürlich erscheint der Ort schon viel früher in den Urkunden: Bach der Schweinehirten (Schweinaha) wurde er 933 in einer Urkunde bei Heinrich I. genannt. Auch hier wirkten die Herren von Frankenstein als Schutzherren, die es bei ihrem Niedergang an die Henneberger veräußerten (1330).

Doch bereits nach 10 Jahren wurde es als Mitgift wettinische Eigentum. 1492 verlieh Kurfürst Friedrich der Weise den Ort an den Ritter Hund von Wenkheim. Diese Herren ließen sich in Schweina 3 Herrensitze errichten. Der größte und schönste (er steht seit der Wnde leer und sucht dringend einen Nutzer) steht unterhalb der berühmten Altensteiner Höhle und gliedert mit dem ihn umgebenden Park in den Altensteiner Landschaftspark ein.
Die 1799 beim Bau der Straße zum Altensteiner Schloß entdeckte Höhle ist seit 1940 Flächennaturdenkmal und wegen der hier 1989 gemachten prähistorischen Funde auch Bodendenkmal.

Ein Besuch dieser 1 km langen Höhle, von denen 270m begehbar sind, ist wegen ihrer Attraktionen Höhlensee und -bach sehr empfehlenswert. Oftmals finden in der Höhle auch Konzerte und Theateraufführungen statt.

Auch die evangelische Pfarrkirche St. Lorenz ist einen Besuch wert. Schon 1183 wird ihre Vorgängerin in einer Papsturkunde erwähnt. Es soll eine kleine Kapelle gewesen sein, die auf dem Antoniusberg stand und dem Hl. Antonius geweiht war - dem Schutzpatron der Schweinehirten. Seit 1513 gab es im Ort eine Kirche, die jedoch beim Durchzug der Kroaten im 30- Jährigen Krieg geplündert und wie der halbe Ort ein Raub der Flammen wurde.
Ein Stein über dem Eingangsportal weist auf die alte Kirche hin:


Anno domini MCCCCCXIII fundamentum est opus praesens. Bitte treten Sie hier in die Kirche ein...